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Handwerk - Feststellung der Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation aus dem Ausland im zulassungspflichtigen Handwerk

Es gibt in Deutschland circa 200 Berufe im Handwerk. 53 dieser Berufe sind zulassungspflichtig:

  1. Augenoptiker oder Augenoptikerin
  2. Bäcker oder Bäckerin
  3. Behälter- und Apparatebauer oder -bauerin
  4. Betonstein- und Terrazzohersteller oder -herstellerin
  5. Böttcher oder Böttcherin
  6. Boots- und Schiffbauer oder Schiffbauerin
  7. Brunnenbauer oder Brunnenbauerin
  8. Büchsenmacher oder Büchsenmacherin
  9. Chirurgiemechaniker oder Chirurgiemechanikerin
  10. Dachdecker oder Dachdeckerin
  11. Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) und Holzspielzeugmacher/in
  12. Elektromaschinenbauer oder Elektromaschinenbauerin
  13. Elektrotechniker oder Elektrotechnikerin
  14. Estrichleger oder Estrichlegerin
  15. Feinwerkmechaniker oder Feinwerkmechanikerin
  16. Fleischer oder Fleischerin
  17. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger oder -legerin
  18. Friseur oder Friseurin
  19. Gerüstbauer oder Gerüstbauerin
  20. Glasbläser und Glasapparatebauer oder Glasbläserin und Glasapparatebauerin
  21. Glaser oder Glaserin
  22. Glasveredler oder Glasveredlerin
  23. Hörakustiker oder Hörakustikerin
  24. Informationstechniker oder Informationstechnikerin
  25. Installateur und Heizungsbauer oder Installateurin und Heizungsbauerin
  26. Kälteanlagenbauer oder Kälteanlagenbauerin
  27. Karosserie- und Fahrzeugbauer oder Fahrzeugbauerin
  28. Klempner oder Klempnerin
  29. Konditor oder Konditorin
  30. Kraftfahrzeugtechniker oder Kraftfahrzeugtechnikerin
  31. Landmaschinenmechaniker oder Landmaschinenmechanikerin
  32. Maler und Lackierer oder Malerin und Lackiererin
  33. Maurer und Betonbauer oder Maurerin und Betonbauerin
  34. Mechaniker oder Mechanikerin für Reifen- und Vulkanisationstechnik
  35. Metallbauer oder Metallbauerin
  36. Ofen- und Luftheizungsbauer oder Luftheizungsbauerin
  37. Orgel- und Harmoniumbauer oder -bauerin
  38. Orthopädieschuhmacher oder Orthopädieschuhmacherin
  39. Orthopädietechniker oder Orthopädietechnikerin
  40. Parkettleger oder Parkettlegerin
  41. Raumausstatter oder Raumausstatterin
  42. Rollladen- und Sonnenschutztechniker oder -technikerin
  43. Schilder- und Lichtreklamehersteller oder -herstellerin
  44. Schornsteinfeger oder Schornsteinfegerin
  45. Seiler oder Seilerin
  46. Steinmetz und Steinbildhauer oder Steinmetzin und Steinbildhauerin
  47. Straßenbauer oder Straßenbauerin
  48. Stukkateur oder Stukkateurin
  49. Tischler oder Tischlerin
  50. Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer oder Schallschutzisoliererin
  51. Zahntechniker oder Zahntechnikerin
  52. Zimmerer oder Zimmererin
  53. Zweiradmechaniker oder Zweiradmechanikerin

Diese sogenannten Meisterberufe sind reglementiert.
Das bedeutet: Sie dürfen nur dauerhaft selbständig in diesen Berufen arbeiten, wenn Sie in die Handwerksrolle eingetragen sind. Für die Eintragung in die Handwerksrolle müssen Sie eine bestimmte Berufsqualifikation in dem entsprechenden Handwerk nachweisen (Meistertitel).

Auch mit einer Berufsqualifikation aus dem Ausland können Sie in die Handwerksrolle eingetragen werden. Dafür müssen Sie Ihre Berufsqualifikation von der Handwerkskammer anerkennen lassen. Das Anerkennungsverfahren heißt „Gleichwertigkeitsfeststellung“.

Nach einer erfolgreichen Gleichwertigkeitsfeststellung können Sie in die Handwerksrolle eingetragen werden (siehe Weiterführende Informationen). Sie erhalten aber keinen Meistertitel.

Hinweis:
  • Dieses Anerkennungsverfahren ist hauptsächlich für staatsangehörige aus Drittstaatlen geeignet.
  • Für Staatsangehörige der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz gibt es noch ein anderes Anerkennungsverfahren: Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 HwO (siehe Weiterführende Informationen).

Voraussetzungen

  • Ausländische Handwerksausbildung
    Sie verfügen über eine formale Ausbildung im Handwerk aus dem Ausland.
  • Tätigkeitsort in Berlin
    Sie wollen in Berlin in dem entsprechenden Handwerk arbeiten.
  • Dokumente und Übersetzungen
    Ihre Dokumente müssen Sie in deutscher Sprache vorlegen. Die Übersetzungen müssen von öffentlich bestellten oder ermächtigten Übersetzerinnen und Übersetzern gemacht werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit zwischen der ausländischen Berufsqualifikation und dem deutschen Referenzberuf
    Bitte nutzen Sie den hinterlegten Vordruck.
  • Personaldokument
    Personalausweis oder anderes amtliches Ausweisdokument mit Lichtbild.
  • Lebenslauf
    Liste in Tabellenform mit Ihren Ausbildungen und Ihrer Berufspraxis
  • Ausbildungsnachweise
    Nachweise zu Ihrer im Ausland erworbenen Ausbildung
  • Bescheinigung über Berufserfahrung
    Bescheinigung über die Art und Dauer der relevanten Berufspraxis
  • ggf. Bescheinigung des Ausbildungsstaates
    Wenn der Beruf in Ihrem Ausbildungsstaat reglementiert ist: eine Bescheinigung, dass Sie den Beruf in Ihrem Ausbildungsstaat ausüben dürfen. Die Bescheinigung muss von der zuständigen Behörde Ihres Ausbildungsstaates sein.
  • Erklärung zum Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung
    Erklärung, dass Sie bisher noch keinen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung gestellt haben
  • Erklärung zum Tätigkeitsort
    eventuell ein Nachweis, dass Sie in Berlin arbeiten wollen (entfällt für Antragsteller aus EU/EWR/Schweiz)

Gebühren

  • Meistens bis zu ca. 600,00 Euro.
  • Die Handwerkskammer informiert Sie über die Kosten. Die Kosten hängen generell von dem Aufwand für die Bearbeitung ab und sind mit der Zustellung des Gebührenbescheides sofort fällig.
  • Zusätzlich können weitere Kosten für Sie entstehen (z.B. für Übersetzungen oder Beglaubigungen Ihrer Dokumente). Diese Kosten sind individuell unterschiedlich.

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

  • Die Handwerkskammer bestätigt Ihnen nach maximal einem Monat, dass Ihre Dokumente angekommen sind. Die Handwerkskammer teilt Ihnen mit, wenn Dokumente fehlen.
  • Bei Vorliegen aller nötigen Dokumente dauert das Verfahren maximal 3 Monate. In Einzelfällen kann das Verfahren einmal verlängert werden.
  • Bei Berufsqualifikationen aus der EU, dem EWR und der Schweiz darf das Verfahren maximal um einen Monat verlängert werden.

Zuständige Behörden

Für die Gleichwertigkeitsfeststellung im zulassungspflichtigen Handwerk ist bei beabsichtigter Tätigkeit in Berlin die Handwerkskammer Berlin zuständig. Die Handwerkskammer berät Sie schon vor der Antragsstellung und identifiziert für Sie den passenden Beruf im Handwerk.
Die Handwerkskammer teilt Ihnen mit, welche Dokumente Sie im Original oder als beglaubigte Kopie oder als einfache Kopie einreichen müssen.

Diese Dienstleistung können Sie auch online über das Gewerbe-Portal des Einheitlichen Ansprechpartners erhalten.
Gewerbeservice online

Handwerkskammer Berlin