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Temporäre Familienhilfe beantragen

Wenn Schulen und Kitas coronabedingt schließen müssen oder das Kind auf behördliche Anweisung zuhause bleiben muss, können berufstätige Eltern Kinderkrankengeld für die Betreuung des Kindes bei Verdienstausfall erhalten. Diese Unterstützungsleistung steht nach § 45 Sozialgesetzbuch V allen gesetzlich versicherten Beschäftigten zur Verfügung.

Selbständige, geringfügig Beschäftigte und berufstätige Studierende
Mit der Temporären Familienhilfe erweitert Berlin die Unterstützung für die Betreuung eines Kindes auf Selbständige, geringfügig Beschäftigte und berufstätige Studierende. Damit können in Berlin auch privat-, freiwillig oder familienversicherte Eltern, die coronabedingt ihre Kinder zuhause betreuen müssen und deswegen ihrer Berufstätigkeit nicht nachgehen können, eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Die Temporäre Familienhilfe kann für jedes Kind bis zu 12 Jahren und Kinder mit Behinderung bis zu 21 Jahren bis zum 23.09.2022 online beantragt werden. Anträge sind auch rückwirkend beginnend mit dem 01.01.2022 möglich.

Genau wie bei dem Kinderkrankengeld der Krankenkassen kann jedes Elternteil für die Betreuung je Kind für 30 Tage, insgesamt maximal jedoch für 65 Tage eine finanzielle Unterstützung beantragen. Alleinerziehende können die Temporäre Familienhilfe je Kind für 60 Tage und maximal 130 erhalten.

Voraussetzungen

  • Sie haben keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld oder vergleichbare Leistungen
    Die temporäre Familienleistung ist eine alternative Leistung, die Sie ggf. erhalten können, wenn Sie keinen Anspruch auf Leistungen nach § 45 Sozialgesetzbuch V (Kinderkrankengeld) oder vergleichbare Leistungen haben.
  • Antragsfrist vom 01.01.2022 bis zum 23.09.2022
    Die Temporäre Familienhilfe kann bis zum 23.09.2022 online beantragt werden. Anträge sind auch rückwirkend beginnend mit dem 01.01.2022 möglich.
  • Wohnsitz in Berlin
  • Alter des Kindes
    • Betreuung von Kindern bis zu 12 Jahren
    • Betreuung von Kindern mit Behinderung bis zu 21 Jahren
  • Berufstätigkeit
    Erwerbseinkommen bzw. Selbstständigkeit
  • Versicherungsstatus
    Eine Gewährung von Billigkeitsleistungen erfolgt nur, wenn der entsprechende Elternteil erwerbstätig und
    a) privatversichert ist oder
    b) freiwillig gesetzlich versichert ist oder
    c) in einer studentischen Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch versichert ist oder
    d) als in einem sogenannten Minijob geringfügig beschäftigte Person keinen Krankengeldanspruch hat (bspw. familienversichert ist) oder
    e) gesetzlich versichert, das zu betreuende Kind jedoch privatversichert ist.

    In der Regel haben Eltern über die Künstlersozialkasse (KSK) bereits einen Anspruch auf Kinderkrankengeld und sollten deshalb bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Auszahlung der Leistung stellen. Falls kein Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht, kann die Temporäre Familienhilfe beantragt werden, hierfür muss ein Nachweis der Krankenkasse über den fehlenden Anspruch auf Kinderkrankengeld erbracht werden.
  • Schließung der Betreuungseinrichtung auf behördliche Anordnung
    Bescheinigung der Betreuungseinrichtung, dass das Kind dort nicht betreut werden konnte (eine Vorlage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bzw. behördliche Anordnung, das Kind nicht in die Betreuungseinrichtung zu geben

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Gewährung einer Temporären Familienhilfe
    (unter "Online-Abwicklung")
    • Bitte laden Sie alle Unterlagen/ Nachweise hoch (für jede Unterlage eine Datei). Die maximale Dateigröße beträgt 10 MB. Zugelassene Dateiformate sind: jpg, jpeg, png, pdf
  • Kopie des Personalausweises
    Kopie des Personalausweises mit gültiger Meldeadresse (ggf. Pass in Verbindung mit einer aktuellen Meldebestätigung)
  • Krankenversicherungsbestätigung
    Jahresaktuelle Versicherungsbestätigung des Elternteils bzw. des privatversicherten Kindes
    Die Bescheinigung sollte Angaben zum Beginn der Versicherung und zum Versichertenstatus (freiwillig oder privat) enthalten.
  • Einwilligung zum Datenabgleich
    Einwilligung zum Abgleich der Antragsdaten zwischen den Bewilligungsstellen und den für die Verwaltung der steuerlichen Angelegenheiten zuständigen Landesfinanzbehörden anhand der Steuer-ID
  • Bescheinigung der Betreuungseinrichtung über Schließung auf behördliche Anordnung
  • Bescheinigung Arbeitgeber
    Ggf. Bescheinigung des Arbeitgebers, dass für den beantragten Betreuungszeitraum keine Lohnfortzahlung erfolgt ist und kein Kurzarbeitergeld gezahlt wurde (falls zutreffend)
  • Bescheinigung geringfügige Beschäftigung
    Ggf. Nachweis über geringfügige Beschäftigung oder Immatrikulationsbescheinigung, des im Antragszeitraum gültigen Semesters.
  • Nachweis Behinderung
    Ggf. Nachweis über die Behinderung des Kindes, wenn das 12. Lebensjahr überschritten ist.

Gebühren

keine

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

schnellstmöglich

Zuständige Behörden

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie