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Geldwäsche - Anzeige über die Auslagerung interner Sicherungsmaßnahmen - für Wettvermittlungsstelle

  • Sie vermitteln in Berlin Sportwetten an einen Wettveranstalter

Dann betreiben Sie eine Wettvermittlungsstelle für Sportwetten im Sinne des § 9 des Ausführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertrag Berlin – AGGlüStV –, unabhängig davon, in welchen Räumlichkeiten die Vermittlung erfolgt. Bei Sportwetten handelt es sich um Glücksspiel im Sinne des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG). Somit gehören Sie zu den geldwäscherechtlich Verpflichteten nach § 2 Absatz 1 Nr. 15 GwG. Daraus folgt u. a. die Verpflichtung, angemessene geschäfts- und kundenbezogene interne Sicherungsmaßnahmen gemäß § 6 GwG zu schaffen, um die Risiken von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung in Form von Grundsätzen, Verfahren und Kontrollen zu steuern und zu mindern. Ausführliche Informationen werden Ihnen mit den „Auslegungs- und Anwendungshinweise zum Geldwäschegesetz (GwG)“ und den „Basisinformationen Geldwäschegesetz (GwG) für Verpflichtete des Glücksspielsektors“ zur Verfügung gestellt.

Sie dürfen die internen Sicherungsmaßnahmen gemäß § 6 Abs. 7 GwG im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen durch einen Dritten durchführen lassen, wenn Sie dies vorher der Aufsichtsbehörde angezeigt haben. Auch die Auslagerung von internen Pflichten auf den Glücksspielveranstalter muss dementsprechend angezeigt werden.

Für die Anzeige der Bestellung einer / eines Geldwäschebaufragten für eine Wettvermittlungsstelle verwenden Sie bitte die dafür vorgesehene Dienstleistung.

Zuständige Aufsichtsbehörde für Wettvermittlungsstellen im Sinne des § 50 Nr. 8 GwG ist das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.

Voraussetzungen

  • Anzeige der geplanten Auslagerung der interner Sicherungsmaßnahmen
  • Der Dritte ist dafür qualifiziert und zuverlässig
  • Der Dritte bietet dafür die Gewähr, dass die Sicherungsmaßnahmen ordnungsgemäß durchgeführt werden
  • Die Steuerungsmöglichkeiten der Verpflichteten werden nicht beeinträchtigt
  • Eine vertragliche Vereinbarung und die Darlegung, dass keine Untersagungsgründe (vgl. § 6 Abs. 7 GwG) vorliegen sind erforderlich

Erforderliche Unterlagen

  • Übersicht über den beruflichen Werdegang
  • Nachweise über die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen
  • Auskunft aus dem Bundeszentralregister zur Vorlage bei einer Behörde – Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten – II A 20 – Friedrichstr. 219, 10969 Berlin, Verwendungszweck: Bestellung Geldwäschebeauftrage nach dem GwG, nicht älter als 3 Monate (kann nachgereicht werden)
  • Kopie der vertraglichen Vereinbarung

Gebühren

gebührenfrei

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

4 Wochen

Zuständige Behörden

Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten