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Insolvenz - Restschuldbefreiung

Durch die Erteilung der Restschuldbefreiung werden Sie von Ihren Schulden gegenüber Ihren Insolvenzgläubigern befreit, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind.

Von der Restschuldbefreiung können bestimmte Forderungen unter Umständen nicht erfasst sein:

  • Forderungen aus vorsätzlich begangener, unerlaubter Handlung
  • Forderungen aus rückständigem, vorsätzlich pflichtwidrig nicht gewährtem Unterhalt
  • Forderungen aus einer Steuerstraftat

Voraussetzungen

  • Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und Erteilung der Restschuldbefreiung
    Füllen Sie den Antrag auf Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens oder des Verbraucherinsolvenzverfahrens vollständig aus. Nur der von Ihnen selbst gestellte Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ermöglicht die spätere Erteilung der Restschuldbefreiung.

    Antrag Regelinsolvenz

    Antrag Verbraucherinsolvenz
  • Der Antragstellende muss eine natürliche Person sein.
    Natürliche Personen sind z.B. Verbraucherinnen und Verbraucher, Arbeitnehmende, selbständig oder freiberuflich Tätige, Beamtinnen und Beamte, Arbeitslose, Auszubildende, Strafgefangene.
  • Beifügen der Abtretungserklärung
    Sie müssen eine Abtretungserklärung zusammen mit Ihrem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einreichen. Sofern Sie die hier angebotenen Formulare verwenden, ist diese Erklärung enthalten.
  • Abzugebende Erklärungen
    Hintergrund dieser Erklärungen ist die Prüfung, ob Ihnen bereits die Restschuldbefreiung erteilt oder versagt wurde und in welchem Zeitraum dies geschehen ist. Sofern Sie die hier angebotenen Formulare verwenden, ist diese Erklärung enthalten.
  • Ablauf von 6 Jahren
    Hierbei handelt es sich um die vom Gesetzgeber grundsätzlich bestimmte Dauer des Insolvenzverfahrens.
  • Ablauf von 5 Jahren
    Eine Ausnahme vom 6 - Jahres-Grundsatz tritt ein, wenn die gesamten Verfahrenskosten gedeckt sind und der Schuldner/ die Schuldnerin die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung beantragt.
  • Ablauf von 3 Jahren
    Diese Ausnahme vom 6 - Jahres-Grundsatz tritt ein, wenn die gesamten Verfahrenskosten gedeckt sind und sich bei der Verwertung der Masse eine Quote von 35% für die Gläubiger ergibt und der Schuldner/ die Schuldnerin die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung beantragt.
  • Merkblatt Restschuldbefreiung

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und Erteilung der Restschuldbefreiung
    Sofern Sie die hier angebotenen Formulare verwenden, sind sämtliche Erklärungen enthalten.

Gebühren

keine

Zuständige Behörden

Bei Regelinsolvenzverfahren ist der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie der Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung beim Amtsgericht Charlottenburg zu stellen.

In Verbraucherinsolvenzverfahren ist der Antrag beim Amtsgericht am Wohnort des Antragstellenden einzureichen. Ausnahme: Es wurde zunächst ein Antrag auf Eröffnung durch einen Gläubiger (sog. Fremdantrag) gestellt, dann ist der Antrag auf Restschuldbefreiung beim Amtsgericht Charlottenburg einzureichen, da hier auch der Gläubigerantrag bearbeitet wird.

Amtsgericht Charlottenburg

Amtsgericht Köpenick

Amtsgericht Lichtenberg

Amtsgericht Mitte

Amtsgericht Neukölln

Amtsgericht Pankow-Weißensee

Amtsgericht Schöneberg

Amtsgericht Spandau

Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

(zuständig für Friedrichshain-Kreuzberg - und den Stadtbezirk Tempelhof)
Amtsgericht Wedding