327358
11041003900000
123208

Familiensachen - Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts - Regelung des Umgangs mit dem Kind am Standort Amtsgericht Schöneberg

Stadtplan Berlin.de
 große Karte

Aktuelle Hinweise zu diesem Standort

Beim Amtsgericht Schöneberg werden aus Sicherheitsgründen Einlasskontrollen durchgeführt. Für die damit verbundenen Erschwernisse wird um Verständnis gebeten, zumal diese Maßnahmen auch der Sicherheit der Besucher dienen.
Sie helfen uns sehr, einen Rückstau bei der Einlasskontrolle zu vermeiden, wenn Sie zügig Ihre Taschen auf dem Kontrolltisch ablegen und alle metallischen Gegenstände, die Sie bei sich tragen, in die dafür vorgesehenen Ablageschalen legen.
Rechtsanwälte werden gebeten, ihren Anwaltsausweis vorzuzeigen. Referendare sollten ihre Ausbildungsverfügung und ihren Ausweis bereit halten.

Öffnungszeiten

Montag
9:00 - 13:00
Dienstag
9:00 - 13:00
Mittwoch
9:00 - 13:00
Donnerstag
9:00 - 13:00
Freitag
9:00 - 13:00

Hinweise zu geänderten Öffnungszeiten

Zusätzlich für die Info- und Rechtsantragstelle -bevorzugt für Berufstätige-:
donnerstags von 15:00 bis 18:00 Uhr.
In dringenden Fällen besteht die Möglichkeit einer Terminvereinbarung auch außerhalb der Sprechzeiten.
Bitte beachten Sie, dass die Zahlstelle im Hause ausschließlich Mo - Fr von 9:00 - 13:00 Uhr geöffnet hat.

Zahlungsmöglichkeiten

Am Standort kann nur bar bezahlt werden.

Familiensachen - Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts - Regelung des Umgangs mit dem Kind

Zum Wohle des Kindes sollten alle Beteiligten versuchen, die Umgangstermine mit dem Kind zunächst einvernehmlich zu klären.

  • Können die Beteiligten sich nicht einigen, ist das Jugendamt die erste Anlaufstelle für alle Beteiligten. Hier wird Beratung geleistet oder an weitere Beratungsstellen vermittelt. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner neutralen Stellung kann das Jugendamt dazu beizutragen, eine tragfähige Lösung zu finden, die alle Interessen angemessen berücksichtigt. Erst wenn alle anderen Bemühungen gescheitert sind, kann der Umgang mit dem Kind gerichtlich geregelt werden.

  • Sollten Mutter oder Vater den gerichtlich festgelegten Umgang auf Dauer verhindern, kann das Gericht sie oder ihn zur Herausgabe des Kindes verpflichten. Der Anspruch ist auch mit Zwangsmitteln gegenüber dem anderen Elternteil durchsetzbar. So kann beispielsweise ein Ordnungsgeld gegen denjenigen Elternteil festgesetzt werden, der die Umgangsvereinbarung nicht einhält.

  • In schwierigen Fällen kann das Gericht auch eine Umgangspflegschaft anordnen. Die Umgangspflegschaft kann so gestaltet werden, dass den Eltern teilweise das Sorgerecht entzogen wird. Dann müssen der Vater oder die Mutter das Kind an die bestellte Pflegeperson herausgeben, damit diese den Kontakt zum anderen Elternteil oder zu Dritten herstellt.
  • Die Bestellung eines Umgangspflegers ist auch auf Anregung der Beteiligten möglich. Idealerweise einigen sich die Betroffenen selbst auf eine Vertrauensperson. Der Umgangspfleger bespricht die Umgangsregelungen mit allen Beteiligten (Eltern, Kind und gegebenenfalls Dritten) und sorgt dafür, dass sich alle an die Vereinbarungen halten.

  • Hinweis: Umgangsberechtigte haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung nach dem Achten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII). Das Jugendamt am Wohnort des Kindes berät Sie zu Fragen des Umgangsrechts.

Voraussetzungen

  • Antrag
    Eltern oder andere enge Bezugspersonen des Kindes können die Regelung des Umgangs bei Gericht grundsätzlich formlos selbständig oder mit Hilfe der Rechtsantragsstelle des Familiengerichts beantragen.

    Der Antrag muss eine Schilderung des Sachverhalts (wann fand der letzte Umgang statt, welche Probleme sind aufgetreten u. s. w.) enthalten.

    Weiterhin muss im Antrag genau bestimmt werden, wann der Umgang stattfinden soll (Formulierungsvorschlag: Der Kindesvater/die Kindesmutter ist berechtigt alle 14 Tage in der Zeit von...bis... sowie jeweils an den zweiten Feiertagen der Feste Ostern, Pfingsten und Weihnachten in der Zeit von ... bis... mit dem Kind zusammen zu sein.).

    Soll eine Umgangsregelung im Zusammenhang mit einem bei Gericht anhängigen Scheidungsverfahren erfolgen, kann der Antrag im Scheidungsverfahren nur durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin gestellt werden. Die Möglichkeit der eigenen formlosen Antragstellung besteht dann nicht.
  • Wohl des Kindes
    Als Grundsatz gilt, dass beide Elternteile die Pflicht und das Recht zum Umgang mit dem Kind haben. Dasselbe gilt für andere enge Bezugspersonen, sofern der Umgang dem Wohl des Kindes dient.

    Sollte der Einfluss bestimmter Personen dem Kind nachhaltig schaden, kann das Familiengericht das Umgangsrecht vorübergehend oder auf Dauer einschränken oder in besonderen Ausnahmefällen ganz ausschließen.
    Eine mildere Lösung wäre, dass die betreffenden Angehörigen das Kind in Gegenwart eines Dritten sehen dürfen. So kann etwa ein Vertreter der Jugendhilfe die Besuche als Vermittler begleiten (begleiteter Umgang).

Erforderliche Unterlagen

  • Genaue Daten von Eltern und Kind
    Bei der Stellung des Antrags müssen für Eltern und Kind angegeben werden:
    • Anschriften,
    • Geburtsdaten und
    • Staatsangehörigkeiten.
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Sonstige Urkunden/Unterlagen
    Sofern vorhanden, sollten Sie Ihrem Antrag noch folgende Dokumente als Anlage beifügen:
    • Vaterschaftsanerkennungsurkunde
    • gemeinsame Sorgeerklärung
    • Heiratsurkunde
    • Scheidungsbeschluss
  • Personalausweis oder Reisepass
    Bei mündlicher Antragstellung in der Rechtsantragsstelle des Gerichts müssen Sie sich ausweisen.

Gebühren

Es fallen Gerichtsgebühren an, die sich nach dem Verfahrenswert richten. Hinzu kommen können Auslagen, die dem Gericht für Zustellungen, Dolmetscher oder Dolmetscherinnen, Verfahrensbeistände, Sachverständige, Umgangspfleger oder Umgangspflegerinnen usw. entstehen. Für anwaltliche Vertretung entstehen Anwaltskosten.

Sie können aber auch Verfahrenskostenhilfe (siehe weiterführende Informationen) beantragen, wenn Sie finanziell nicht in der Lage sind, die Verfahrenskosten zu bezahlen.

Weiterführende Informationen

Hinweise zur Zuständigkeit

In Zusammenhang mit einer Scheidung ist das Familiengericht zuständig, bei dem das Scheidungsverfahren geführt wird.
Ansonsten ist das Familiengericht zuständig, in dessen Bezirk sich das Kind gewöhnlich aufhält. In Berlin gibt es vier Familiengerichte. Das für Ihr Kind zuständige Familiengericht finden Sie hier:
Orts- und Gerichtsverzeichnis

  • Hinweis: In bestimmten Fällen kann auch ein anderes Gericht zuständig sein. Lassen Sie sich daher von einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin beraten.