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Feststellung der fachlichen Ausbildereignung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ein Berufsleben lang in ihrem erlernten Beruf tätig sind. Aus den verschiedensten Gründen wechseln viele Menschen zum Teil mehrfach ihren Arbeitsplatz und betreten berufliches Neuland, zum Teil auch als selbständige Unternehmer und Unternehmerinnen. Dabei erwerben sie berufliche Kenntnisse und Erfahrungen in ihrer neuen Berufstätigkeit, die sie auch zur Ausbildung von Nachwuchskräften in diesem Bereich befähigen.

Für diesen Personenkreis hat der Gesetzgeber die Möglichkeit der Zuerkennung der Ausbildereignung geschaffen, um diese erworbene Qualifikation in der Ausbildung nutzen und weitergeben zu können.

Die Antragstellung ist nur Bürgerinnen und Bürger möglich, die beabsichtigen, in Berlin auszubilden.

Voraussetzungen

  • Die "widerrufliche Zuerkennung der fachlichen Eignung" kann beantragen, wer
    in seinem eigenen Betrieb oder als angestellte Fachkraft ausbilden will bzw. soll, sofern für den betreffenden Ausbildungsberuf kein/e Ausbilder/in zur Verfügung steht.
  • Berufserfahrung
    ...eine Berufserfahrung im auszubildenden Beruf von mindestens dem 1 1/2 fachen der regulären Ausbildungszeit nachweist (bei einer dreijährigen Ausbildungszeit also 4 1/2 Jahre Berufserfahrung).
  • fehlende Prüfung
    ...die Prüfung aufgrund objektiver Gründe nicht ablegen kann oder für den die Prüfung aufgrund einer besonderen Lebenssituation bzw. außerordentlicher beruflicher oder sozialer Belastungen nicht zumutbar wäre.

Erforderliche Unterlagen

  • Tabellarischer Lebenslauf
    mit Angabe der Namen der Eltern einschließlich des Geburtsnamens der Mutter sowie der eigenen Staatsangehörigkeit
  • Zeugnisse über Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Zeugnisse bzw. Nachweise über die erforderliche Berufstätigkeit,
    ggf. Stellungnahme des Betriebes

Gebühren

85,00 Euro

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

6 Wochen

Weiterführende Informationen

Zuständige Behörden

Die Entscheidung über die Zuerkennung der Ausbildereignung trifft die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin.

Richten Sie Ihren Antrag daher zunächst an die IHK Berlin unter folgender Postanschrift:

Industrie- und Handelskammer zu Berlin
Fasanenstraße 85
10623 Berlin

Industrie- und Handelskammer zu Berlin

Zu konkreten Standortinformationen gelangen Sie zurzeit nur über die Homepage der Behörde: Industrie- und Handelskammer zu Berlin

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales