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Vaterschaftsanerkennung

Sie werden bald Vater oder sind es bereits geworden? Herzlichen Glückwunsch.
Bestimmt möchten Sie in der Geburtsurkunde des Kindes als Vater genannt werden.

  • Wenn Sie nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet sind, können Sie Ihre Vaterschaft vor oder auch nach der Geburt Ihres Kindes beim Standesamt oder Jugendamt anerkennen.
Hinweis:
Möchten Sie mit der Mutter des Kindes auch die gemeinsame Sorge übernehmen, müssen Sie eine Sorgeerklärung abgeben - hierfür sind nur die Jugendämter oder Notare zuständig.

  • Wenn Sie mit der Mutter des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet sind, müssen Sie nicht veranlassen.

Voraussetzungen

  • Die Vaterschaftsanerkennung kann nur persönlich vor einer Urkundsperson erklärt werden.
    Zuständig für die Entgegennahme der Erklärung sind Standesämter, Jugendämter, Amtsgerichte und Notare.
  • Sie und die Mutter des Kindes sind nicht miteinander verheiratet.
  • Sie und die Mutter des Kindes sprechen ausreichend Deutsch.
    Sollte das nicht so sein, müssen Sie zur Anerkennung der Vaterschaft einen Dolmetscher mitbringen. Diese Person benötigt ein gültiges Personaldokument und darf nicht mit Ihnen oder der Mutter des Kindes verwandt sein.
  • Die Mutter des Kindes muss der Vaterschaftsanerkennung persönlich vor der Urkundsperson zustimmen

Erforderliche Unterlagen

  • In jedem Fall im Original:
    • Personalausweis oder Reisepass der Eltern
    • Geburtsurkunden der Eltern
    Weicht Ihr Name von dem auf der Geburtsurkunde ab, müssen Sie hierfür Nachweise vorlegen (z.B. Bescheinigung über die erfolgte Namensänderung, Eheurkunde).
  • Zusätzlich bei Anerkennung der Vaterschaft vor der Geburt:
    • Mutterpass
  • Zusätzlich bei Anerkennung der Vaterschaft nach der Geburt:
    • Geburtsurkunde des Kindes.
    Erfolgt die Anerkennung der Vaterschaft im Standesamt, müssen Sie die Geburtsurkunde nur dann vorlegen, wenn die Geburt in einem anderen Standesamt beurkundet wurde.
    Erfolgt die Anerkennung der Vaterschaft im Jugendamt, beim Amtsgericht oder vor einem Notar, müssen Sie die Geburtsurkunde des Kindes stets vorlegen.
  • Übersetzung ausländischer Urkunden
    Ausländische Urkunden müssen durch eine in Deutschland beeidigte Dolmetscherin oder einen in Deutschland beeidigten Dolmetscher übersetzt werden.
    Für verschiedene Länder ist eine Überbeglaubigung (Apostille oder Legalisation) erforderlich http://www.justiz-dolmetscher.de.

    Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Weitere Unterlagen können erforderlich sein. Wir helfen Ihnen gerne weiter (per Telefon, Email oder Fax).

Gebühren

  • Vaterschaftsanerkennung oder Zustimmungserklärung: 30,00 €
Im Jugendamt werden zurzeit noch keine Gebühren erhoben.
Bei Notaren und Amtsgerichten ist die Vaterschaftsanerkennung gebührenpflichtig

Zuständige Behörden

  • Standesamt - die Vaterschaftsanerkennungen kann in der Regel in jedem Standesamt beurkundet werden.
  • Jugendamt
  • Amtsgerichte
  • Notare

Nähere Informationen zur Zuständigkeit erhalten Sie bei den vorgenannten Ämtern oder auf den jeweiligen Internetseiten.